Weg

Heute Abend geht’s los, mit Zwischenstopp in München und dann aufs Metalcamp. *freu*

Panik

Tja, nach ca. zwei größtenteils unmotiviert vergammelten Wochen kommt mir gerade die Erkenntnis, dass - völlig egal, was ich jetzt noch tue - ich einfach keine Chance mehr habe, genug für Linguistics zu lernen und gleichzeitig die Pseodohausarbeit fertig zu bekommen. Vermutlich wird aus beidem nichts.

Ich brauche ganz schnell einen Haufen Sand um den Kopf reinzustecken.

Der hysterische kleine Kläffer meines Nachbarn heist Shaleen oder so. Klingt ein bischen wie “Schakkliiin”. Das erklärt einiges. Unter anderem die Ausdrucksweise, mit der der Besitzer das Biest zum Schweigen bringt: “Halt’s Maul, Shaleen!”

Skurriles im deutschen Fernsehen

Tja, da hat man mal wieder die Gelegenheit Fernsehen zu schauen und weil das Hirn dank einer schier unmöglichen Summary grade matsche ist, tut man das auch.

Ich schalte die Kiste also genau im richtigen Moment an, um zu sehen wie Doro bei der RTL-Chartshow playback singt. Es war… interessant. Den Song kannte ich leider gar nicht, aber der war ja auch eher nebensächlich. Viel spaßiger war das Puplikum, welches in Reih und Glied da stand und artig versuchte, den Takt mitzuklatschen. Mir fiel erst auf den dritten Blick auf, dass die alle, schwarze, rote oder gelbe Shirts trugen und dementsprechend sortiert waren.

Mehr Party als das Publikum machten nur noch die paar Tänzer(innen), die ansonsten wohl auch eher für Britney Spears den Trottel spielen. Zum Schluss wurde der Song dann dezent ausgeblendet, damit auch noch der letzte Depp kapiert hat, dass die Musik vom Tape kam. Doro durfte dann noch ein Schwätzchen mit dem Moderator halten, der sich erstmal ganz bewundernd (aber natürlich total tolerant) zu ihren Klamotten äuserte. Weia..

Aber der eine Gitarrist war schnuffig.

Übrigens ist der Fernseher jetzt auch wieder aus. Nur: Wohin jetzt mit der Matsche in meinem Schädel? ^^

Herzlichen Glückwunsch…

… an ein wandelndes Stück Sonnenschein. ^^

Gute Nacht

Beenden wir hiermit bitte ganz schnell einen Tag, der nicht meiner war.

Angefangen mit einer brutal getöteten Salatschüssel (das Nudelsieb war der Täter. Eindeutig.) über meine bisher schlechtes Uni-Note (die allerdings zu erwarten war) bis zu einem eklatanten Mangel an Schokolade.

Naja, als Schlaflied heute mal was exotisches:

Unter anderem auch, weil Johnny Depp da schon wieder so schick aussieht.^^

Yay!

Metalcamp!

Ich bin begeistert…

DAS ist Demokratie.

Hallo? Wo Leben wir?

Hach…

Erdbeeren mit Sahne und eine fast fertige Präsentation.

Manchmal bin ich wirklich sehr leicht glücklich zu machen. ^^

Sind sie eine Frau?

Wenn ja, dann stellen Sie sich nur einmal und wenigstens ein paar Minuten lang Folgendes vor: Wir leben in einer Welt, in der es alle Freuden und Probleme gibt, die sie kennen. Liebe und Hass, Freiheit und Abhängigkeit, Sinnlichkeit und Gewalt. Nur ein Problem gibt es nicht: Es gibt auf der Straße keine Sexualverbrecher mehr, weder Vergewaltiger noch Lustmörder. Es gibt zwar immer noch die private (Sexual)Gewalt gegen Frauen, aber wenigstens keine öffentliche mehr.

Können Sie sich vorstellen, wie wir Frauen uns in einer solchen Welt bewegen würden? Wie wir durch die Straßen schlendern. Wie wir in langen Sommernächten im Park sitzen (zwar immer noch auf der Hut vor Räubern, aber befreit on der Angst vor Vergewaltigern). Wie wir auf Abenteuerreisen gehen, quer durch den Dschungel der Städte und der Natur. Wie frei wir wären. Wie übermütig und verwegen. Es wäre ein anderes Leben! Ein Leben, das jeder Mann kennt. Ein Leben, von dem Frauen noch nciht einmal etwas ahnen.

Alice Schwarzer, EMMA 6/1994

Warum werden Frauen vergewaltigt?

Weil die armen Männer sexuell frustriert sind und zudem auch noch unter einer Lähmung der rechten Hand leiden?

Gegenfrage: Wie viele Frauen auf dieser Welt kommen sexuell nicht auf ihre Kosten, entweder weil sie keinen Partner haben, oder der vorhandene sich herzlich wenig für weibliche Sexualität interessiert? (Kleiner Tipp für den ein oder anderen Mann: Glaubt mir, es sind mehr als ihr denkt.) Und werden die deswegen in rauen Mengen gewalttätig?

Zwingen wir Männer, die mit nackten Oberkörper herumlaufen, zum Sex und behaupten dann, sie seien ja selbst schuld?

Würden solche Entschuldigungen akzeptiert, wenn wir sie brächten?

Wärend man(n) sich vor Mitleidsbekundungen für die armen Täter kaum noch halten kann und Prostitution als ganz tolle Lösung (und vor allem als “ganz normalen Beruf”) sieht, interessiert sich kaum jemand für echte Lösungen. Dass Männer letztlich nichts anderes notgeil seien wird als naturgegeben und normal hingenommen und irgendeine muss es dann natürlich treffen. Klar, es gibt Hilfsaktionen für Opfer und die sind auch wichtig. Aber Prävention? Nix.

Der Ursprung sexueller Gewalt liegt, glaube ich, da, wo Feministinnen schon seit Jahrzehnten ranzukommen versuchen, aber leider meist scheitern: Das allgemeine Bewusstsein. Oder eher das Unterbewusstsein. Mit Frauen kann man’s ja machen. Frauen kann man ja auch kaufen.

Interessanter Weise werden (laut einer Psychologiezeitschrift, in die ich irgendwann irgendwo mal reingeschaut habe, und leider nicht mehr weiß, welche es war) gerade Frauen, die sich nicht an gängige Geschlechtsrollen anpassen, Opfer von sexueller Gewalt werden. Begründung: Mann glaubt, er müsse die Dame mal in die Schranken weisen.

Übrigens weiß ich was jetzt kommt: Männer sind ja auch von sexueller Gewalt betroffen. Stimmt. Und es ist sicherlich für die einzelnen Personen nicht weniger schlimm. Aber es geht hier nicht darum, dass bitte schön auf jeder Seite gleich viele Menschen vergewaltigt werden sollen, damit es auch gerecht bleibt.

Es geht um den öffentlichen Umgang mit sexueller Gewalt gegen Frauen und deren weitreichende aber unterschätzte Bedeutung: Sexuelle Gewalt gegen Frauen ruft uns ständig ins Bewusstsein, dass wir das schwache Geschlecht sein sollen, und ist somit ein Instrument zur (männlichen) Machterhaltung.

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